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Was macht was?


Dieser Bereich von ebv4linux ist für diejenigen gedacht, die auf Linux umsteigen und wissen wollen, welche Aufgaben mit welchen Programmen erledigt werden. Während unsere Anleitungen zeigen, mit welchen Programmen man welche Probleme löst, wollen wir hier dem Unerfahrenden erst einmal die Programme aufzählen, die für Bildverarbeitung unter Linux geeignet sind.

Bildverarbeitung unter Linux bedeutet auch hier, dass es für verschiedene Aufgaben verschiedene »Experten« gibt. Dabei ist allerdings die Auswahl in jedem Aufgabenbereich recht übersichtlich.

Wir definieren für den Bereich EBV vier Kernbereiche:

  1. Einlesen von Bildern
  2. Bildbearbeitung
  3. Bildbverwaltung
  4. Ausgabe von Bildern

Zum Bereich Einlesen von Bildern gehört die Übertragung von Digitalbildern aus der Kamera oder dem Kartenleser in den Rechner. Eine andere wesentliche Art Bilder in den Rechner zu laden, ist das Digitalisieren mit mit Foto- und auch Diascanner.
Die Bildbearbeitung verändert das einzelne Bild oder Gruppen von Bildern, wandelt Datenformate und erzeugt neue Bilder.
Egal, ob Hobby oder Beruf, wer der Digitalfotografie nachgeht, erzeugt ungleich mehr Bilder als zuvor mit herkömmlicher Analogfotografie. Mehrere hundert Bilder pro Session sind keine Seltenheit. Der Bildverwaltung mit den Punkten Archivierung und Sortierung kommt daher eine wichtige Aufgabe zu.
Die Ausgabe und Präsentation digitaler Bilddaten geht heutzutage über den Druck per heimischen Fotodrucker oder per Belicherservice hinaus. Bilder lassen sich im Internet per Webgalerie weltweit präsentieren, Diaprojektoren wurden abgelöst durch Foto-CDs und Präsentationen via DVD oder SVCD.

1. Einlesen von Bildern

Digitalkamera Glücklicherweise präsentieren sich viele Kameras entweder als USB-Wechseldatenträger oder beherrschen den PTP-Standard. Ersteres unterstützt Linux, ohne dass ein Treiber notwendig ist, letzteres erledigt der Universalkameratreiber gphoto2. Spezielle Treiber eines Herstellers gibt es nicht. Wird eine Kamera nicht direkt unterstützt, dann verwendet man ein externes Kartenlesegerät. Das Programm, um seine Bilder einzulesen, ist digiKam.
Scanner Linux unterstützt alle SCSI-Scanner und viele USB-Scanner. Treiber für Parallelport-Scanner existieren dagegen kaum. Es gibt zwei Systeme, um Scanner einzubinden. Einmal das kommerzielle VueScan - eine Kombination aus Treiber und Programm. Die Spezialität von VueScan sind Dia-Scanner. Die mitgelieferten Treiber unterstützen wichtige Funktionen, wie z.B. das Entfernen von Kratzern durch spezielle Scan-Techniken.
Weiterhin gibt es das freie SANE-Projekt. SANE ist vergleichbar mit dem TWAIN-Standard unter Windows und bietet Programmen eine einheitliche Schnittstelle für den Zugriff auf den Scanner. Für SANE gibt es von Epson und HP auch direkt Treiber für einige Modelle. Applikationen zum Scannen mit SANE sind XSane und das etwas unaufgeräumte Kooka.
Massenspeicher, Imagetank Diese Systeme sollten keine speziellen Treiber benötigen und als Wechseldatenträger per USB oder Firerwire arbeiten. Sie sind die Problemlöser, wenn eine Kamera direkt angeschlossen mal nicht erkannt wird.

2. Bildbearbeitung

aufgabenorientierte Fotobildbearbeitung Auch hier glänzt Digikam mit vielen wichtigen Funktionen: Beschneiden, Rotieren, Farb- und Kontrastfilter, Rote-Augen-Filter, Schärfen, Entrauschen, RAW-Bild-Konvertierung. Ein Spezialaufgabe in der Bildbearbeitung stellt die Erstellung von Panoramabildern da. Hier werdendet man unter Linux die in Java geschriebenen PanoTools. Eine angenehmere Oberfläche zu den PanoTools bietet Hugin.
Massenbildbearbeitung Um mal eben 50 Bilder zu verkleinern, nutzt man Stapelverarbeitung. Diese ist unter Linux so sehr Teil des Systems, dass diese Art der Verarbeitung nicht an spezielle Programme gebunden ist, sondern dass man beinahe jedes Programm in die Stapelverarbeitung einbeziehen kann. Ein Speziallist ist die kommandoorientierte Bildbearbeitung ist Imagemagick. Das Universalgenie Digikam bietet auch hierzu eine Schnittstelle, um die Stapelverarbeitung in eine nette Oberfläche zu packen.
allgemeine Fotobildbearbeitung Die großen bekannten kommerziellen Bildbearbeitungssysteme wie Photoshop, PaintShop Pro oder Corel Photopaint gibt es für Linux (noch) nicht. DAS Bildverarbeitungsprogramm unter Linux heißtGIMP. GIMP bringt nahezu alles mit, was man für Bildbearbeitung braucht. Es beherrscht Masken, Ebenen, Ebenenmasken, frei definierbare Kanäle und ist erweiter- bzw- automatisierbar durch Module oder Skripte. Es hat aber auch eine große Schwäche und das ist das Fehlen von 16Bit/Kanal-Bearbeitung, was insbesondere die Grauwertbildbearbeitung einschränkt.
Ein schnell wachsener Neuling im Bereich der allgemeinen Bildbearbeitung ist Krita. Noch ist es nicht ernsthaft verwendbar, aber es hat ein so allgemeines Farbmodell, dass 16-Bitbearbeitung keine prinzipielle Einschränkung dastellt.
Diese geht aber auch heute schon unter Linux mit Hilfe des Programms Cinepaint, einer Seitenentwicklung vom GIMP-Version. Leider entspricht die Bedienung und Stabilität des Programms keinem allzuhohen Standard.

3. Bildverwaltung

Archivierung So es um das einfache Brennen von Bilddaten auf CD oder DVD geht, bietet sich wieder einmal digikam im Gespann mit k3b an. Allerdings weiß digikam nicht, welche Bilder schon gebrannt wurden und welche nicht. Eine Art Backup&Restore wird nicht unterstützt. Richtige Backup-Programme für Verzeichnisse sind Teil der Systembefehle.
Sortierung Zum Sortieren und für die Verwaltung von Bildern auf dem Rechner gibt es eine Vielzahl von Programmen. Aber auch hier hat digikam die Trümpfe auf seiner Seite. Mit dem System der individuellen Markierung von Bildern und der Sortierung dieser Marken in virtuelle Ordner, kann man sehr schnelle hunderte von Bildern kennzeichnen und sortieren. Daneben ist auch die indivuelle Bildbeschriftung möglich, wie sie viele Programme anbieten. Dieser Ansatz zur Sortierung ist bei der Anzahl der Bilder kaum ernsthaft durchzuhalten.
Natürlich gibt es auch für Linux klassische Datenbanken und mit Kexi einem visuellen Datenbank-Designer. Allerdings scheint auch hier ein Album-orientierter Ansatz die einfachere Lösung zu sein, da man Alben mit einem Verzeichnisordner realsieren kann. Auf diese Weise kann man seine Bilder immer auch mit einem Dateibrower durchforsten. Diese, wie der Konqueror oder Nautilus, sind auch unter Linux Universalbrowser.
Bildbetrachter Schnelle Bildbetrachter als Vollbild-Anzeiger sind notwendig umd einen Überblick über die Details zu gewinnen. Gefordert isthier weniger die Funktionenvielfalt, sondern eher die Geschwindigkeit und die Anzahl der darstellbaren Formate. Ein recht flotter Vertreter dieser Programmgattung ist Kuickshow. Leider gibt es hier eher den Trend immer mehr Funktionen in die Bildbetrachter einzubauen, was leider auf Kosten der Startgeschwindigkeit geht.

4. Bildausgabe

Fotodrucker
Belichterdienste
Webgalerien
Foto-CD/DVD/SVCD
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Publiziert am: 2004-08-10 (19833 mal gelesen)
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